Warum hingehen
Die Dong im Grenzland zwischen Guangxi, Guizhou und Hunan entwickelten eine eigenständige Bautradition: überdachte Brücken, genannt „Wind-und-Regen-Brücken“, die Reisende vor dem Bergwetter schützen. Die 1916 erbaute Chengyang-Yongji-Brücke ist das schönste erhaltene Beispiel.
Die Brücke spannt sich über 64,4 Meter in fünf Feldern über den Linxi-Fluss, jedes getragen von einem Holzrahmen und gekrönt von einem vielgeschossigen Pagodenpavillon. Das Deck ist ein überdachter Gang mit Bänken an beiden Seiten – noch täglich genutzt von Dorfbewohnern auf dem Weg zu den Feldern.
- Fünf pagodenähnliche Pavillons über einem einzigen Holzdeck
- Die Zapfen-und-Blatt-Verbindungen – keine Nägel halten die Konstruktion zusammen
- Das Dong-Dorf Chengyang Ma'an寨 rund um die Brücke
- Der Trommelturm und die Pfahlbauten im nahen Dorf
Was sehen
Gehe die Brücke langsam in voller Länge ab – die fünf Pavillons, jeder mit einem anderen Dachprofil, erzeugen eine rhythmische Silhouette. Halte an den Bänken, lies die Inschriften und beobachte Dorfbewohner mit Körben und Wasserbüffeln unter den Traufen.
Steige zur Aussichtsplattform am Nordufer hinauf für die klassische Postkartenansicht der Brücke mit dem Dong-Dorf Ma'an dahinter. Erkunde dann das Dorf – seinen Trommelturm, die Pfahlbauten (diaojiaolou) und die gepflasterten Gassen.
Falls ein Dong-Chor auftritt, verpasst ihn auf keinen Fall: Die polyphone Gesangstradition ist UNESCO-immaterielles Kulturerbe.
Praktische Hinweise
Chengyang passt am besten in eine Reise durch Nord-Guangxi oder Ost-Guizhou – die Fahrt von Guilin dauert etwa drei Stunden. Übernachte in einer Dorf-Gastherberge, um die Brücke nachts beleuchtet zu sehen und den Abendgesang vom Trommelturm zu hören.
Anreise
- Bus vom Kreis Sanjiang nach Chengyang (30 Min.)
- Hochgeschwindigkeitszug bis Sanjiang South, dann Bus
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Freischalten- Erbaut
- 1916 (Qing/frühe Republik)
- Länge
- 64,4 Meter, fünf Felder
- Bauweise
- Zapfen und Blatt, ohne Nägel