Jinsha Site Museum

Jinsha Site Museum

Die 3.000 Jahre alte Schwesterstadt von Sanxingdui, dort ausgegraben, wo sie stand — mit goldenem Sonnenvogel und allem, was dazugehört

Chengdu

Beste Zeit
Werktags am Vormittag; die Reliquienhalle wirkt bei gedämpftem Licht besonders atmosphärisch
Dauer
2 Stunden
Öffnungszeiten
9:00–18:00, montags geschlossen (Reliquienhalle schließt um 17:30)
Tickets
Eintritt ¥70; es gibt kostenlose oder ermäßigte Tage, aber rechne mit einem normalen Ticket — online mit dem Reisepass buchen

Bester Reisemonat

Mär–Jun, Sep–Nov

Frühling und Herbst sind mild und angenehm. Der Sommer ist heiß (Chongqing ist eine 'Ofenstadt'). Der Winter ist feucht, aber nicht frostig.

Warum hingehen

Um 1200 v. Chr. verlagerte das Shu-Königreich, das Sanxingdui errichtet hatte, sein Zentrum in das heutige Umland von Chengdu — samt seiner Goldmasken, Jadeklingen und Sonnenverehrung. Jinsha war diese Hauptstadt, 2001 zufällig entdeckt, als Bauarbeiter bei Pipelinearbeiten auf Elfenbein stießen. Das Museum bewahrt die Stätte selbst, nicht nur ihre Schätze.

Was Jinsha so besonders macht, ist die Geschichte der Kontinuität: Die goldenen Masken Echoen Sanxingduis berühmte Bronzen, und die zwölf Strahlen und vier umkreisenden Vögel des Sonnenvogels lassen sich als Kalender und Kosmologie deuten. Als China 2005 ein nationales Kulturerbe-Emblem wählte, entschied es sich für diese Scheibe — das Werk eines Chengduser Goldschmieds aus drei Jahrtausenden zurück.

  • Der Goldene Sonnenvogel (太阳神鸟): eine zwölfstrahlige Sonne, umkreist von vier Vögeln, vor 3.000 Jahren aus nur 0,02 cm dickem Goldblech geschnitten
  • Die Reliquienhalle in situ — ein Glassteg direkt über der Ausgrabungsgrube, in der Elefantsstosszähne noch immer in der Erde liegen
  • Elfenbein, Jade und goldene Masken, die Jinsha direkt mit Sanxingdui, seiner Vorgängerstadt, verbinden
  • 30 Minuten vom Zentrum Chengdus mit der Metro; kombinierbar mit den Stätten von Wuhou oder Du Fu für einen Kulturtag

Was du sehen solltest

Zwei Gebäude tragen den Besuch. Die Reliquienhalle bewahrt die Ausgrabung unter einer erdfarbenen Kuppel: Über die Gruben führt ein Steg, in denen Elfenbeinzähne, Hirschgeweihe und Opfergaben noch immer in den Erdschichten liegen, in denen sie begraben wurden. Die Ausstellungshalle zeigt die Funde — den Goldenen Sonnenvogel in einer eigenen abgedunkelten Kammer, Jade-ge-Klingen so dünn, dass sie eindeutig rituell waren, und eine kniende Steinfigur mit gebundenen Händen, die bislang unerklärt ist. Die Elfenbeinausstellung gehört zu den größten in chinesischen Museen.

Sanxingdui und die Kombination

Sanxingdui, 40 km nördlich, ist das spektakulärere Geschwister — riesige Bronzemasken und das neue Publikumsmagnet-Museum. Jinsha ist die stillere, intimere Hälfte der Geschichte und zeigt, wie die Zivilisation weiterging. Wenn du einen Tag in Chengdu hast und dich für das antike Shu interessierst, mach beides: Sanxingdui am Morgen, Jinsha am Nachmittag, mit einem Hotpot-Abendessen dazwischen. Das Teehaus im Volkspark ist die passende Sichuan-Pause.

Anreise

  • Metro Linie 7 bis Bahnhof Jinsha Museum, der Ausgang liegt direkt am Eingang

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Entdeckt
2001, bei Bauarbeiten
Datierung
ca. 1200–650 v. Chr., Shu-Königreich
Berühmt für
Goldener Sonnenvogel = Chinas Kulturerbe-Emblem

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